Kurs
Am WE war ich auf einem sehr interessanten und tollen Kurs:
Einführung in das landwirtschaftliche Arbeiten mit Pferden
Vorweg einige Grundgedanken von mir zu diesem Thema. Grundsätzlich bin ich froh, dass die Zeiten vorbei sind, als die Arbeitskraft der Pferde noch überlebenswichtig für die Menschen war.
Es war sicher kein schönes Leben für die Pferde, denkt man an all die Lasten die sie ziehen mußten, an die Grubenponys im Bergbau, ganz zu schweigen von den Kriegspferden - Krieg ist ja überhaupt die größte Frechheit, die Menschen den Tieren antun. Wenn sie sich schon völlig unnötig den Schädel einschlagen müssen, dann doch bitte ohne unschuldige Opfer.
Da machte der Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft schon viel mehr Sinn, wenn auch dieser sicher kein Honigschlecken war, weder für Mensch noch Tier.
Brauchen, also wirklich brauchen, tun wir Pferde nicht mehr. Wir könnten auch ohne sie leben, allerdings wäre es für einige Menschen (mich zB *g*) sehr trostlos.
Auch die Pferde könnten ohne uns leben, wenn sie einen Lebensraum hätten (haben sie aber nicht), ihre Aufgaben wären Futter suchen, fressen, (sich vor Raubtieren schützen) und sich vermehren.
Nun, das mit dem Futter suchen hat sich erübrigt (da kein Lebensraum), das bekommen sie von uns, das mit den Raubtieren auch, sich vermehren ist für einen Teil auch erledigt, also nur mehr fressen. Ein wenig fad.
Deswegen sollten wir ihnen so hin und wieder eine Aufgabe stellen.
Man hört immer wieder den Satz: wenn es das Reiten nicht gäbe, dann könnten wir Pferde nur mehr im Zoo bewundern, weil es gäbe dann keine mehr (mal abgesehen von denen, diefür die Lasagne zum essen gezüchtet werden).
Neben dem Reiten gibt es aber noch viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten fürs Pferd.
Eine davon ist der Versuch, alte Arbeitsweisen aus der Land und Forstwirtschaft zu erhalten.
Mit dem Unterschied zu früher, dass man nicht mehr muß, sondern darf. Ein großer und sehr wesentlicher Unterschied.
Und hier beginnt der Kurs ;-).
Wolfgang Ehmeier hat seine beiden Noriker, Nanni und Salomon, aus Oberösterreich mitgebracht. Er hat beide selbst ausgebildet.
Die beiden haben viel Geduld mit uns gehabt.
Zuerst das Anschirren der Pferde.
Selbst wenn man schon über 30 Jahre reitet, dann steht man hier wie die Kuh vorm neuen Tor, welcher Riemen gehört jetzt wohin?
Endlich alles dort, wo es hingehört, beginnen wir das Üben der Kommandos, also für uns Kursteilnehmer natürlich, weil die zwei kennen sie ja schon.
Es wird so viel wie möglich mit Stimmkommandos gearbeitet.

Als nächstes kam das Ortscheid hinten dran.
Der Profi zeigt vor, wie man Wendungen am Stand damit macht.

Aber irgendwann haben auch die bravsten Lehrer genug und wollen ihr Heu fressen, außerdem geht auch jeder noch so schöne Herbsttag mal zu Ende.
Am Sonntag begann der Tag wettermäßig nicht so schön, feucht und kalt, was uns aber nicht abhielt, ans Werk zu gehen.
Es wurde gepflügt, ein und zweispännig.



Dann kam das Holzrücken dran (und die Sonne kam auch wieder).
Interessant war zu sehen, wie sich Nanni und Salomon veränderten. Sie waren brav am Vortag, aber eigentlich war ihnen wahrscheinlich doch fad, bei den Übungen am Platz.
Anders wurde es, als sie was zum ziehen hatten. Dabei waren unser Übungshölzer sicher nur Zahnstocher im Vergleich zu dem, was sie sonst aus dem Wald holen.

Richtig munter wurden sie dann, als es „quer durch“ ging.


Und ich wurde müde ;-).
Soviel neues gelernt und gemacht.
Zum Abschluß gab es dann noch eine Extraeinlage. Hatte mit dem Kurs nichts zu tun, aber die Stallbesitzer brachten ihre Waage um ihre Norikerstute, die gerade ein Fohlen bei Fuß hat, zu wiegen, und den Kleinen natürlich auch.


Wolfgang wollte es auch wissen, seine Nanni hat 788kg.

Es war ein wunderschönes, lehrreiches Wochenende.
Mir hat die Art von Wolfgang sehr gefallen, wie er den Kurs gestaltet hat, sein Umgang mit den Pferden, man merkt einfach wieviel Herzblut er in die Sache steckt.
Wen es interessiert, hier seine HP:
www.hödlgut.at
wenn jemand noch ein paar mehr Fotos vom Kurs sehen will, dann wie immer hier auf meiner Foto-HP.
Einführung in das landwirtschaftliche Arbeiten mit Pferden
Vorweg einige Grundgedanken von mir zu diesem Thema. Grundsätzlich bin ich froh, dass die Zeiten vorbei sind, als die Arbeitskraft der Pferde noch überlebenswichtig für die Menschen war.
Es war sicher kein schönes Leben für die Pferde, denkt man an all die Lasten die sie ziehen mußten, an die Grubenponys im Bergbau, ganz zu schweigen von den Kriegspferden - Krieg ist ja überhaupt die größte Frechheit, die Menschen den Tieren antun. Wenn sie sich schon völlig unnötig den Schädel einschlagen müssen, dann doch bitte ohne unschuldige Opfer.
Da machte der Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft schon viel mehr Sinn, wenn auch dieser sicher kein Honigschlecken war, weder für Mensch noch Tier.
Brauchen, also wirklich brauchen, tun wir Pferde nicht mehr. Wir könnten auch ohne sie leben, allerdings wäre es für einige Menschen (mich zB *g*) sehr trostlos.
Auch die Pferde könnten ohne uns leben, wenn sie einen Lebensraum hätten (haben sie aber nicht), ihre Aufgaben wären Futter suchen, fressen, (sich vor Raubtieren schützen) und sich vermehren.
Nun, das mit dem Futter suchen hat sich erübrigt (da kein Lebensraum), das bekommen sie von uns, das mit den Raubtieren auch, sich vermehren ist für einen Teil auch erledigt, also nur mehr fressen. Ein wenig fad.
Deswegen sollten wir ihnen so hin und wieder eine Aufgabe stellen.
Man hört immer wieder den Satz: wenn es das Reiten nicht gäbe, dann könnten wir Pferde nur mehr im Zoo bewundern, weil es gäbe dann keine mehr (mal abgesehen von denen, die
Neben dem Reiten gibt es aber noch viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten fürs Pferd.
Eine davon ist der Versuch, alte Arbeitsweisen aus der Land und Forstwirtschaft zu erhalten.
Mit dem Unterschied zu früher, dass man nicht mehr muß, sondern darf. Ein großer und sehr wesentlicher Unterschied.
Und hier beginnt der Kurs ;-).
Wolfgang Ehmeier hat seine beiden Noriker, Nanni und Salomon, aus Oberösterreich mitgebracht. Er hat beide selbst ausgebildet.
Die beiden haben viel Geduld mit uns gehabt.
Zuerst das Anschirren der Pferde.
Selbst wenn man schon über 30 Jahre reitet, dann steht man hier wie die Kuh vorm neuen Tor, welcher Riemen gehört jetzt wohin?
Endlich alles dort, wo es hingehört, beginnen wir das Üben der Kommandos, also für uns Kursteilnehmer natürlich, weil die zwei kennen sie ja schon.
Es wird so viel wie möglich mit Stimmkommandos gearbeitet.

Als nächstes kam das Ortscheid hinten dran.
Der Profi zeigt vor, wie man Wendungen am Stand damit macht.
Aber irgendwann haben auch die bravsten Lehrer genug und wollen ihr Heu fressen, außerdem geht auch jeder noch so schöne Herbsttag mal zu Ende.
Am Sonntag begann der Tag wettermäßig nicht so schön, feucht und kalt, was uns aber nicht abhielt, ans Werk zu gehen.
Es wurde gepflügt, ein und zweispännig.
Dann kam das Holzrücken dran (und die Sonne kam auch wieder).
Interessant war zu sehen, wie sich Nanni und Salomon veränderten. Sie waren brav am Vortag, aber eigentlich war ihnen wahrscheinlich doch fad, bei den Übungen am Platz.
Anders wurde es, als sie was zum ziehen hatten. Dabei waren unser Übungshölzer sicher nur Zahnstocher im Vergleich zu dem, was sie sonst aus dem Wald holen.
Richtig munter wurden sie dann, als es „quer durch“ ging.
Und ich wurde müde ;-).
Soviel neues gelernt und gemacht.
Zum Abschluß gab es dann noch eine Extraeinlage. Hatte mit dem Kurs nichts zu tun, aber die Stallbesitzer brachten ihre Waage um ihre Norikerstute, die gerade ein Fohlen bei Fuß hat, zu wiegen, und den Kleinen natürlich auch.
Wolfgang wollte es auch wissen, seine Nanni hat 788kg.
Es war ein wunderschönes, lehrreiches Wochenende.
Mir hat die Art von Wolfgang sehr gefallen, wie er den Kurs gestaltet hat, sein Umgang mit den Pferden, man merkt einfach wieviel Herzblut er in die Sache steckt.
Wen es interessiert, hier seine HP:
www.hödlgut.at
wenn jemand noch ein paar mehr Fotos vom Kurs sehen will, dann wie immer hier auf meiner Foto-HP.
capra ibex - 16. Okt, 19:20